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Die Vorstadt

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Vorstadt ist ein Ortsname für einen Stadtteil einer Stadt, der außerhalb des Stadtzentrums liegt. 

 

Zum Begriff und Namenskunde:

 

Als Vorstadt im engeren Sinne bezeichnet man bei mittelalterlichen Städten einen Bereich der Stadt, der außerhalb der Stadtmauer der Kernstadt liegt. Die Vorstädte waren weniger dicht bebaut und boten Raum für Gewerbe, das in der Stadt keinen Platz fand oder störte, wie z. B. die Gerber durch den Geruch. Eine Vorstadt liegt oft entlang der Ausfallstraßen der Stadt oder bildet mit mehreren Vorstädten einen Ring um die Kernstadt. 

Die Vorstadt stand aber weder unter dem Stadtrecht, noch hatten ihre Bewohner das Bürgerrecht der Stadt und durften ihren Schutz nur in Ausnahmefällen in Anspruch nehmen.

Im Laufe der Stadtentwicklung wurden aber des Öfteren gewisse Vorstädte als Neustadt der Stadt angegliedert und dann auch meist mit einer separaten Mauer umgeben. Daher ist Neustadt ein durchaus häufiger Name von Stadtteilen. 

Als Vorstadt bezeichnet man analog heute

auch eingemeindete Orte und geplante Stadterweiterungen. Weiterhin wird der

Begriff für eine Sammlung von vorgelagerten Siedlungen (Vororten) in großen Ballungsräumen gebraucht, wie zum Beispiel die Vorstädte Athens oder die Banlieues der

Île-de-France um Paris. Diese Vorstädte sind aber im engeren Sinn Trabantenstädte oder Satellitenstädte. 

www.edi.hsd-duesseldorf.de

Westfälischer Kunstverein, Münster, 2016


Prof. Stefan Korschildgen und Prof. Uwe J. Reinhardt

Nora Kreuels